Wir sind Lejon, 15 Jahre alt, und Lizzie, 13 Jahre, und möchten anderen Betroffenen helfen!

Im März 2005 verstarb unser Vater und hinterließ uns einen Betrag aus einer Lebensversicherung. Zusätzlich setzte er uns, gemeinsam mit unserer uns unbekannten größeren Halbschwester, als Erben ein.

Das Kapital aus der Lebensversicherung wurde unter Ergänzungspflegschaft gestellt. Der Nachlass steht unter Testamentvollstreckung. Seit Juni 2011 erhalten wir keinerlei Zahlungen aus unserem Vermögen.

 

Mit dieser Seite möchten wir mit anderen betroffenen Kindern und Jugendlichen unsere Erfahrungen der letzten rd. 8 Jahre teilen und Hinweise geben, welche Rechte wir Halbwaisen haben. Vielleicht helfen unsere teilweise abenteuerlichen Erlebnisse anderen Halbwaisen, ihre Wege zu verkürzen, geben Hinweise auf verbindliche, höchste Rechtssprechung und Hinweise auf Beschwerdemöglichkeiten.

 

Ganz bewusst machen wir einen Teil unserer aktuellen Korrespondez öffentlich, um Licht ins Dunkel der Vermögenspflegschaften zu bringen. Die Wahrheit kann nicht auf Dauer unterdrückt werden.

 

Falls ihr eure eigenen Berichte hier ebenfalls teilen möchtet, scheut euch nicht an die Öffentlichkeit zu gehen. Schreibt uns eine E-Mail mit Euren Erfahrungen!

Lejon.Kollwitz@web.de oder lizzie-369@web.de

 

In Liebe zu allen Kindern dieser Welt :-)

Das Vermögen ist ausschließlich im Interesse des Mündels zu verwenden. Dieses umfasst:

  • Kosten des Unterhalts für den Mündel
  • Vermögenserhaltung
  • Vermögensvermehrung
  • Kosten der Vermögensverwaltung

 

Lesenswert für jeden Betroffenen:

 

http://www.walhalla.de/static/leseprobe/7448.pdf

Auszug:

Der Vormund soll Mündelvermögen erhalten und vermehren, wobei die Substanzerhaltung im Vordergrund steht. Einkünfte verwendet er für den Unterhalt des Mündels; es ist ihm aber nicht verwehrt, den Vermögensstamm anzugreifen, wenn die Erträgnisse nicht ausreichen.

§ 1638
Beschränkung der Vermögenssorge

(1) Die Vermögenssorge erstreckt sich nicht auf das Vermögen, welches das Kind von Todes wegen erwirbt oder welches ihm unter Lebenden unentgeltlich zugewendet wird, wenn der Erblasser durch letztwillige Verfügung, der Zuwendende bei der Zuwendung bestimmt hat, dass die Eltern das Vermögen nicht verwalten sollen.

(2) Was das Kind auf Grund eines zu einem solchen Vermögen gehörenden Rechts oder als Ersatz für die Zerstörung, Beschädigung oder Entziehung eines zu dem Vermögen gehörenden Gegenstands oder durch ein Rechtsgeschäft erwirbt, das sich auf das Vermögen bezieht, können die Eltern gleichfalls nicht verwalten.

(3) Ist durch letztwillige Verfügung oder bei der Zuwendung bestimmt, dass ein Elternteil das Vermögen nicht verwalten soll, so verwaltet es der andere Elternteil. Insoweit vertritt dieser das Kind.

§ 1806
Anlegung von Mündelgeld

Der Vormund hat das zum Vermögen des Mündels gehörende Geld verzinslich anzulegen, soweit es nicht zur Bestreitung von Ausgaben bereitzuhalten ist.